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Es muss JETZT rasch gehandelt werden!

Alarmierende Zahlen der Statistik Austria zum Thema Deutschdefizite bestätigen die Forderungen und Kritik der ÖVP Wels

 


Seit mehreren Jahren rückt die ÖVP Wels den Bereich Bildung konsequent in den Mittelpunkt ihrer politischen Arbeit und macht immer wieder auf die großen Herausforderungen der Stadt aufmerksam. Besonders in den letzten Monaten wurde verstärkt auf die dringenden Sanierungsbedarfe im Pflichtschulbereich hingewiesen und im Gemeinderat ein Antrag eingebracht (GR-Sitzung 20. Oktober 2025). Darüber hinaus wurden im Rahmen der Budgetverhandlungen konkrete Forderungen nach mehr Personal an Pflichtschulen und Kindergärten geltend gemacht, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Während im Kindergartenbereich in den Budgetverhandlungen bereits erste Verbesserungen erreicht werden konnten (so wird jeder Kindergarten eine Vollzeitkraft zusätzlich bekommen, was die angespannte Personalsituation vor Ort verbessern sollte), blieben Bemühungen für eine Stärkung des Schulsozialdienstes sowie zu einem Ausbau der Sprachförderung in den Kindergärten bislang leider ohne die notwendige Mehrheit. Die Statistik Austria zeigt in einer aktuellen Studie nunmehr auf, dass Wels österreichweit den höchsten Anteil an Schülern mit mangelnden Deutschkenntnissen hat. 

Dass Wels bei den Deutschkenntnissen trauriges Schlusslicht vor Wien ist, muss die letzten Skeptiker und Verweigerer endlich zum Umdenken bewegen!, betont daher Stadtrat Dr. Martin Oberndorfer.

Ein Grund für die negative Entwicklung der Stadt Wels ist, wie die Zahlen der Statistik Austria in der von ihr erstellten Regionalanalyse [www.statistik.at – Wanderungsbilanz/Binnenwanderung] für den Zeitraum 2019 bis 2024 zeigen, auch der Demographie geschuldet. Die österreichische (zumeist deutschsprachige) Bevölkerung wandert ab, während Menschen mit ausländischem Pass zuwandern. Die Stadt Wels weist in Relation zur Einwohnerzahl mit +7,53 Prozent den höchsten Auslands-Zuwanderungsüberschuss aller oö. Bezirke auf. „Im Grunde ist es ganz simpel: Ein von Jahr zu Jahr wachsender Anteil ausländischer Staatsbürger mit nicht-deutscher Muttersprache an der Gesamtbevölkerung bringt auch höhere Anforderungen an die städtischen Bildungseinrichtungen mit sich.“, fasst Oberndorfer zusammen.

Diese Entwicklungen haben bereits jetzt spürbare Auswirkungen auf die Schulen vor Ort, insbesondere durch den stark gestiegenen Förderbedarf aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse. Deshalb ist es notwendig, dass die Stadt umgehend reagiert und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation erarbeitet. Ein wichtiger Schritt dabei ist der Ausbau der Schulsozialarbeit, um Kinder und Jugendliche gezielt auch außerhalb des eigentlichen Lernbetriebs zu unterstützen. Auch im Bereich der Nachmittagsbetreuung müssen klare Qualitätsstandards festgeschrieben und bei den Ausschreibungen berücksichtigt werden – derzeit entscheidet vielfach allein der günstigste Preis über die Vergabe. Des Weiteren müssen die geplanten Sanierungs- und Neubaumaßnahmen (Stichwort: neue Volksschule Wels-West) prioritär behandelt und vorgezogen werden.

Neben den Maßnahmen im Bildungsbereich braucht es auch ein Umdenken in der Stadtplanung. Die Statistik zeigt, dass die junge, gut ausgebildete Bevölkerung Wels in Richtung Umland verlässt. 

„Wels braucht leistbaren Baugrund und mehr Eigentum. Wenn wir die Abwanderung von jungen Familien und gut ausgebildeten Beschäftigten bremsen wollen, müssen wir als Stadt Wels die richtigen Rahmenbedingungen mit unserer Stadtplanung schaffen“, betont Stadtrat Martin Oberndorfer.

 

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